60 Jahre deutscher P.E.N.
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Wort des Jahres "Millennium"
(© (c) dpa - Bildfunk)
Die Schriftstellervereinigung P.E.N. setzt sich weltweit für verfolgte und unterdrückte Autoren ein. Eine Ausstellung in Berlin informiert über die Aufgaben des P.E.N. und die Geschichte ihres deutschen Zentrums. "Wir müssen Flagge zeigen für die Freiheit der Kunst", forderte Kulturstaatsminister Bernd Neumann bei ihrer Eröffnung.
An der Austellungseröffnung nahm auch der chinesische Autor Liao Yiwu teil. Er lebt seit Juli 2011 im deutschen Exil. In seinem jüngsten Zeugenbericht aus chinesischen Gefängnissen "Für ein Lied und hundert Lieder" schildert er die brutale Realität seiner mehrjährigen Gefängnishaft. Das Erscheinen dieses Buches hatten chinesische Behörden noch im Mai zu verhindern versucht.
Am 06.09.2011 war der chinesische Autor in der Berliner Heinrich-Böll-Stiftung zu Gast. Dort eröffnete Kulturstaatsminister Bernd Neumann die aktuelle Ausstellung des P.E.N. Zentrums, in deren Mittelpunkt die Geschichte des deutschen P.E.N. und die Aufgaben der internationalen Schriftstellervereinigung stehen. ...
Das P.E.N.-Zentrum Deutschland kann auf eine über sechzigjährige Geschichte zurückblicken. Sie steht im Mittelpunkt der neuen Wanderausstellung "P.E.N. – die internationale Schriftstellervereinigung, ihre deutsche Geschichte, ihre Aufgaben". Heute gehört das deutsche P.E.N.-Zentrum mit etwa 700 Mitgliedern zu den aktivsten Anwälten, die für die Freiheit des Wortes einstehen.
Besonders intensiv widmet sich der deutsche P.E.N. dem 1999 begründeten Stipendienprogramm "Writers in Exile" (deutsch: "Autoren im Exil"). Es bietet Schriftstellerinnen und Schriftstellern, die in ihren Heimatländern verfolgt und bedroht werden, eine sichere Zuflucht in Deutschland.
Aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers wird das Programm mit 340.000 Euro jährlich gefördert. Auch die Ausstellung konnte mit Mitteln aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers realisiert werden.
Info:
Die internationale Schriftstellervereinigung *P.E.N.* wurde 1921 von der englischen Autorin Catherine Amy Dawson Scott ins Leben gerufen. Sie setzt sich für verfolgte und unterdrückte Autorinnen und Autoren ein. Die Abkürzung steht für die englischen Begriffe *p*oets (Dichter), *p*laywrights (Dramatiker), *e*ssayists (Essayisten) und *n*ovelists (Romanautoren). Der Name spielt außerdem auf das englische Wort pen (Schreibfeder) an. P.E.N.-Zentren gibt es weltweit in über 140 Ländern. Mitglied kann nur werden, wer aufgrund besonderer schriftstellerischer Leistungen hinzu gewählt wird. Präsidenten des P.E.N. waren unter anderem Heinrich Böll und Arthur Miller.
Text: Bundesregierung
Redaktionelle Bearbeitung: Deutschland Zentrum Kairo
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